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Clay wurde Mitte der 50er Jahre in Fleshville, Louisiana geboren.

Seine Eltern, Joseph und Inge Blood waren 1949 während der Wirren des 1. Nordbayrischen Preßackkrieges von Oberfranken in die Südstaaten der USA ausgewandert.

Joseph Blood war in seiner Heimat ein begnadeter Metzger und versuchte nun, sich und seiner Familie mit der Herstellung von fränkischen Wurstspezialitäten eine neue Existenz aufzubauen.

Doch nachdem sich Zutaten wie Rind- und Schweinefleisch als unbezahlbar erwiesen hatten, kam ihm die Idee, die allgegenwärtigen Alligatoren zu verwursten. Und er hatte Erfolg. Nach einiger Zeit des Experimentierens waren seine Alligator-Bratwürste nach fränkischer Art der Hit in der Stadt und er legte den Grundstein für eine gutgehende Fleischerei in Fleshville.

 

Es waren glückliche Jahre für den kleinen Clay. Wenn er nicht mit seinen beiden Lieblingskrokodilen Ringo und Wuschel im Sumpf spielte, besuchte er die schwarzen Wanderarbeiter in ihren Hütten. Er war begeistert von ihrer wilden Musik und erlernte zunächst das Triangelspiel. Doch als er von seinem Vater ein kleines Akkordeon geschenkt bekam war ihm klar, dass er SEIN Instrument gefunden hatte und so legte er es nur noch zum Essen und Schlafen ab. Obwohl er gerade sieben Jahre alt war, wurde er bald ein fester Bestandteil der Kapelle, die zum samstäglichen Tanz im Clay'schen Heuschober aufspielte. Besonders liebte er den vom Fass ausgeschenkten "Croc au feu", einer teuflischen Mixtur aus Moonshine und Krokodilblut.

 

 

Die Familie verlebte zufriedene Jahre in Louisiana, doch in den sechziger Jahren kam die Krise. Die beliebten Krokodilwürste wurden immer mehr von einer bekannten Fast-Food-Kette verdrängt.

Letztendlich scheiterte das ganze Unternehmen aber vor allem an dem Unmut seiner Arbeiter auf den Majoranfeldern, welche nicht gewillt waren, längerfristig auf die von Clay komponierten Worksongs im Dreivierteltakt einzugehen. Die Bloods verließen Amerika und kehrten in ihre fränkische Heimat zurück.

Doch der mittlerweile pubertierente Clay fand hier keine Ruhe. Er schmiss seine Metzgerlehre, packte seine Quetsche und schiffte sich ein.

Es wurden harte Jahre in der Fremde. Er spielte als Hula-Quetscher auf Hawaii, machte Straßenmusik in der Breiten Gasse und komponierte die Pausenmusik für die Toronto Bonecrackers.

 

Durch seine eigenwillige Interpretation des Hits "Habbd die Glubberer auf die Röhrla" wurden die Travelling Playmates auf den Künstler aufmerksam und konnten ihn nach langen Verhandlungen dazu bewegen, wieder seine angestammte Heimat heimzusuchen und mit seinen akkordeonistischen Ergüssen die Musik der Playmates zu vergolden.